Da mein Gehirn nach zwei Schwangerschaften und Stillzeiten wie ein Sieb ist, möchte ich diesen Blogbeitrag ganz mir selbst widmen.Mein aktueller Mamaalltag als Zweifachmama soll verewigt beleibt, denn in wenigen Monaten und Jahren ist alles wieder anders und ich werde mich nur noch nebulös an diese Zeit erinnern können. Ich wette, wenn du als Mama das hier liest wirst du dich wieder erkennen! 

Als Vollzeit arbeitende kinderlose Festangestellte dachte ich immer

„Mama sein in Elternzeit ist suuuuuper entspannt! Mamas können sich treiben lassen, können entspannt Latte macchiato im Café trinken, Haushalt ist doch easy- die eine Maschine Wäsche in der Woche, schaffe ich, auch noch mit Kind“

Dachte ich. Dass daraus wenige Jahre später 6-7 Maschinen die Woche werden habe ich ausgeblendet! 

Letztens hatten mein Mann und ich ein Zeitfenster von 3 Stunden ohne Kinder! Wahnsinn. Und so produktiv waren wir dann tatsächlich (nicht):

9:00 Uhr Kinder wurden abgeholt. Das Zeitfenster ist eröffnet. Ich räume die Küche auf und schmeiße die Spülmaschine und die Waschmaschine an. Da wir ganz romantisch (haha) die Steuerklärung angehen wollten habe ich noch einen Kaffee gekocht.

09:30Uhr Mein Mann und ich sitzen im Büro. Steuerprogramm muss sich erst mal aktualisieren. Wo sind wir letzte Mal stehen geblieben? Ok wir gehen die einzelnen Punkte durch. Ah ok- wir suchen Unterlagen in Ordnern….

09:50Uhr Für mein Gewerbe brauche ich eine Zertifikatsdatei. Für die PV Anlage auch.. wir suchen die Datei auf diversen Festplatten…

10:10Uhr Wir haben keine Datei gefunden. Obwohl wir beide sicher sind, die Datei in den letzten Monaten irgendwo abgespeichert zu haben…

10:15Uhr Ok wir können noch was anderes bei der Steuererklärung erledigen…

10:30Uhr Mein Mann muss sein Auto nun in die Werkstatt fahren. Er wurde einen Tag vorher überbrückt, weil seine Autobatterie streikte. Wir haben beide keine Nerven mehr für die Steuererklärung. Und etwas Zeit ist ja noch bis wir die Erklärung abgeben müssen. Prokrastinieren ist super!

10:45Uhr Die Spülmaschine piepst. Ich räume sie aus und schäle Kartoffeln fürs Mittagsessen. Mein Mann verlässt das Haus.

11Uhr Nun sitze ich am Laptop, um für meine Kundinnen zu arbeiten. Gerade habe ich ein Tool geöffnet und mein Handy klingelt. Mein Mann ist mit dem Auto liegengeblieben. In dem Moment piepst die Waschmaschine – dabei wollte ich erst noch die trockene Wäsche weggeräumt haben! Jetzt muss ich erst mal meinem Mann einsammeln.

12 Uhr – Ich komme gerade wieder zur Tür rein – in dem Moment werden die Kinder gebracht. Das Zeitfenster wurde geschlossen! Mein Mann ist in der Werkstatt. Das Mittagsessen ist noch nicht fertig, die Wäsche nicht weggeräumt, die Steuererklärung wurde verschoben und meine Arbeit musste ebenfalls warten.

In den 3 Stunden haben wir Zeit mit Suchen und irgendwas anfangen statt zu Ende zubringen vertüntelt. Das Thema mit dem Auto ist ja Gott sei Dank nix alltägliches – aber genau so hat sich ein Samstagvormittag bei uns zugetragen! Unglaublich!

Ja – es liegt an mangelnden Zeitmanagement. Daran arbeite ich derzeit. Besonders was die Steuer angeht haben wir viel zu viel Zeit mit etwas suchen vergeudet. Da müssen wird definitiv strukturierter werden. Aber dafür brauchen wir auch wieder Zeit… ein Dilemma 🙂

Kennst du das?

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