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Aus meinem Archiv habe ich ein paar vorgearbeitete Notizen rausgekramt, die ich während meiner zweiten Schwangerschaft verfasst habe. Was ich beim zweiten Kind anders machen will und was sich bereits ergeben hat – denn mein zweites Kind kam nun im März 2020 zur Welt – habe ich hier zusammengefasst.

eine (noch) selbstbestimmtere Geburt einfordern

LittleOnes Geburt war genauso richtig wie sie war. Allzu genau möchte ich dazu dann doch nicht ins Detail gehen aber ich kann verraten, dass ich nach 15 Stunden Wehen, nach Einleitung mit Cytotec ,einen Kaiserschnitt bekam. Ich war damit im Reinen. Aber für die zweite Geburt hatte ich dann doch mehr Anforderungen!

Als Patient kann man sich schnell überrannt fühlen, Dinge werden dann nicht mehr hinterfragt. Viele vertrauen den Ärzten und Hebammen blind. Das ist nicht gut und es erfordert Kraft und Mut unter der Geburt Widerstand zu leisten und zu sagen : Nein so wie Sie das jetzt vorhaben wird es eben NICHT gemacht.

Meine zweite Geburt war tatsächlich so wie ich es wollte. Es kostete aber diesmal viel Zeit und Recherche eine passende Klinik zu finden.

Wochenbett genießen

Notiz aus Oktober 2019: Wie im Beitrag “Das erste Jahr mit Baby überstehen” habe ich ja berichtet, dass mein Wochenbett voll war mit Terminen und wir auch noch nach Ameland gereist sind. Das lag daran, dass ich eigentlich so weiter machen wollte wie bisher. Aber mit Baby beginnt einfach neues Leben. Ich weiß ja nicht wie realistisch es noch ist das Wochenbett mit dem zweiten Kind genießen zu können. Aber ich habs mir wirklich vorgenommen.

Edit vom 20.04.20 : Das Wochenbett ist fast rum. Ich bin anfangs überhaupt nicht rausgegangen. Mein Baby und ich lagen viel auf der Couch. Dank Coronakrise ist das Wochenbett diesmal tatsächlich sehr entspannt und ruhig verlaufen. Genauso wie ich es mir gewünscht habe. Natürlich ging das nur weil mein Mann mir den Rücken freigehalten hat. Wir haben uns eine Haushaltshilfe besorgt und lassen uns ab und an Essen liefern vom Meyer Menü oder örtlichen Lieferdiensten. Vorab habe ich mir ausführlich Gedanken dazu gemacht wie ich mir das Wochenbett entspannt gestalten könnte.

Direkt eine Federwiege besorgen

Notiz aus Oktober 2019: Eine Federwiege war für uns wirklich ein Retter. Ich konnte meine Tochter darin ablegen und sie schlief zuverlässig 2-3 Stunden. Bis zum 5. Monat war die Federwiege unverzichtbar. Wir hatten übrigens die Swing to Sleep gemietet. Diese kostet 50€ im Monat . Kaufen wäre eigentlich die bessere Option gewesen aber wir hatten damals nicht gedacht, dass wir uns doch so schnell für ein zweites Kind entscheiden werden.

Edit: April 2020: Bis heute haben wir keine Federwiege. Ich denke, das wird so bleiben. Ich trage mein Baby seit der 6. Woche ziemlich viel da der erste Sprung anstand und mein Sohn unruhiger wurde. Wir haben es mal mit einer Wippe probiert aber er mochte gar nicht darin liegen. Bisher habe ich keinen Wunsch nach einer Federwiege.

Länger Elternzeit nehmen

Genau 14 Monate war ich bei LittleOne Zuhause. Am Anfang dachte ich noch : Wow ein Jahr Urlaub ! Nun habe ich sehr viel Zeit. Dass das Elternzeitjahr nicht wirklich richtiger Erholungsurlaub war und das ein Jahr eigentlich nichts ist, habe ich dann doch schnell gemerkt.

Bis März 2023 habe ich Elternzeit eingereicht – also 3 Jahre. Ab Februar 2022 – nach 2 Jahren -werde ich in Teilzeit wieder arbeiten . Ich lasse es mir aber offen doch noch komplett bis zum Ende Zuhause zu bleiben. Vielleicht gewinne ich ja im Lotto :-)?

Von Anfang an Stoffwindeln verwenden

Notiz Herbst 2019: Leider habe ich bei meinem ersten Kind LittleOne recht spät mit Stoffwindel angefangen. Nun möchte ich den Babyjungen direkt von Beginn an mit Stoff wickeln.

Der Babyjunge ist nun einige Wochen alt . Seitdem der Bauchnabel abgefallen ist wickel ich ihn Teilzeit . Tagsüber überwiegend mit Stoff und Nachts mit Wegwerfwindeln. Als Wegwerfwindeln mag ich mittlerweile die Öko Windeln von Babylove Nature.

In meinem Beitrag “Stoffwindeln für Neugeborene” habe ich zusammengefasst welche Stoffwindelsysteme ich für mein Neugeborenes verwende und wie ich diese bewerte.

Eine lange Elternzeitreise machen

Tja… eine lange Elternzeitreise…

Ursprünglich war dies auch bereits der Plan bei LittleOne für 2018 gewesen. Aus einer mehrwöchigen Reise wurde mehrere kleinere Reisen. Auf meinem Baby Reise Blog habe ich darüber berichtet. Insgesamt waren wir in ihrem ersten Lebensjahr 6 mal verreist und davon 4 Reisen per Flugzeug.

Ich würde mir sehr wünschen 6-8 Wochen nach Südostasien oder Amerika zu fliegen. Es scheitert nicht an Zeit , weniger an Geld ( wobei das natürlich auch bei uns nicht in Hülle und Fülle da ist, besonders nach einem Hauskauf) , sondern aktuell an der Coronakrise und an ein Fünkchen Mut mit zwei Kindern ein Flugzeug zu betreten und dort mehrere Stunden zu verbringen. Viel organisatorisches wie zb Kindersitze unterwegs , Essen, Sicherheit und ganz besonders Tropenkrankheiten ( wobei wir ja hier mit Corona gerade auch nicht besser dran sind ) und schlussendlich ist es auch deutlich stressiger mit 2 Kindern zu verreisen.

Ehrlich gesagt glaube ich da aktuell nicht dran, dass die lange Reise stattfinden wird, aber ich würde es gerne anders machen wollen. Vielleicht werde ich bereuen , das nie gemacht zu haben.

Mal sehen was die Zukunft bringt .