Diesen Satz kennt doch jede Mama, die über den anstrengenden Alltag mit Kind berichtet. Oft kommen diese Sätze als beruhigende Antwort von Müttern, die ältere Kinder haben oder von Omas, die schmunzelnd auf die Kindheit ihrer Kinder zurückblicken. Ich habe den Satz auch oft gehört. Die Frage bleibt: Was genau wird besser? Ich möchte hier an 5 Alltagssituationen beschreiben, was bei uns besser geworden ist.

Meine Kinder sind nun 20 Monate und 3,5 Jahre alt. Vieles Ist besser geworden, was noch vor einem Jahr sehr anstrengend war:

Morgens wach werden

Früher: Morgens um 5 Uhr wurde mein kleiner Sohn wach und war auch wach. Noch eine Runde schlafen war nicht drin. Also bin ich meistens mit ihm aufgestanden, hab ihn unter den Spielbogen gelegt und versucht zu lernen. Keine 5 Minuten später forderte er wieder meine Aufmerksamkeit und wollte getragen werden. Und so ging das bis er müde war. Das war um 7 Uhr. Er durfte dann wieder eine kleine Runde schlafen. Ich aber nicht, denn mein zweites Kind war fit und bereit für den Tag.

Heute: Morgens um 8 Uhr höre ich die Kaffeemaschine rödeln. Mein Mann hat sich wohl aus dem Schlafzimmer geschlichen… Ich springe ausgeschlafen und topfit aus dem Bett und gehe runter in die Küche. Der Kaffee ist durchgelaufen und mein Mann hat mir meinen Kaffee schon eingegossen. Wir sitzen bis halb 9, in guten Zeiten bis 9 Uhr, zusammen und können uns tatsächlich mal in Ruhe und ohne Unterbrechungen unterhalten! Die Kinder schlafen ja noch. Natürlich erzählt diese Szene vom Wochenende, denn unter der Woche werden wir alle gleichzeitig vom Klingeln des Weckers wach.

Essen

Früher war ich froh, wenn ich nach dem eigentlichen Mittagessen in Ruhe essen konnte. Der Kleine wurde mit Beikost gefüttert. Aber nicht einfach nur brav gefüttert. Es war nicht selten, dass der Löffel Brei auch mal an die Tapete flog, weil sein Ärmchen den Löffeln unglücklich traf. Er forderte ein, zu matschen und schmiss alles runter, was auf seinem Hochstuhl Tisch landete. Zum Beispiel Broccoli, Löffel oder seine Trinkflasche. Parallel dazu aß die 2-Jährige Schwester vorbildlich und brav, wenn sie aß. Das Mäkelalter war mir damals noch unbekannt. Ständig gab es extra Wünsche wie zb ohne Möhren, mit Käse, nur kalt usw. Das beides parallel zu händeln mit dem Ziel, dass beide Kinder satt werden, genug trinken und aber gleichzeitig ich noch esse und sowenig Schmiererei wie möglich entsteht, war schon eine tägliche spannende Herausforderung. Ein Hoch auf unsere Splash Matte*, die den neuen Boden wirklich super schütze! Am Ende einer jeden Mahlzeit folgten folgende TODos: Kind Gesicht, Hände und Arme reinigen sowie den beschmierten Latz in die Wäsche werfen. Hochstuhl reinigen, Tisch reinigen, Matte ausschütteln, Boden rundherum von Essenresten befreien. Und das quasi 3mal am Tag!

Heute wird ganz einfach gegessen. Die größte Schmiererei hängt am Lätzchen. Der Kleine kann mit Löffel und Gabel mehr oder weniger unfallfrei alleine essen. Die Breireste an der Tapete sind lange schon entfernt und überstrichen. Die Splash Matte liegt in der Schublade. Es ist deutlich besser, aber natürlich auch anders. Gemäkelt wird immer noch. Die Wutphase ist auch beim Kleinsten angekommen. Ja da wird dann auch mal geheult, wenn ich das Fleisch klein schneide oder der Teller energisch weggeschoben. Aber diese furchtbaren Schmiereiern sind verschwunden.

Wickeln

Früher – also letztes Jahr 2020- hatte ich bis zu 15 Windeln am Tag. Als Stoffwindel Mama kam ich da wirklich an meine Grenzen. Zwei Kinder unter zwei Jahren bedeutet auch übermäßig viel Zeit am Wickeltisch zu verbringen. Dann kam die Übergangszeit zum Trockenwerden bei der älteren Schwester, was die ein oder andere Waschmaschinenladung mehr bedeutete – Ihr versteht 🙂

Heute: Aus 15 Windeln wurden vielleicht 4-5 Windeln am Tag. Das ältere Kind ist zu 100% trocken Tag und nachts. Die Waschmaschinen Frequenz hat sich wieder auf angemessene Intervalle reduziert. Also nur noch täglich 1 Maschinenladung.

Ins Bett bringen

Früher: Zwei Große bringen zwei kleine Menschen ins Bett. Jeder übernimmt einen kleinen Menschen. Warum? Weil man sich selber nicht zweiteilen kann, wenn zwei Kinder ihre Einschlafbegleitung brauchen und sowieso als Baby und Kleinkind noch viel zu unterschiedliche Bedürfnisse haben. Vor 21 Uhr schliefen selten beide.

Heute: Ab 20 Uhr ist hier zuverlässig Feierabend. Schluss mit Kinderbespaßung. Und beide Kinder können nun bequem von nur einem Elternteil ins Bett gebracht werden. Gut für mich: Ich habe nun Dienstagsabends immer Pilates.

Me – Time

Früher: Nägel lackieren- also diese 10-15 Minuten farbigen Lack auf die Nägel auftragen und trocknen- war meine Me-Time. Das ging übrigens nicht! Innerhalb der Trocknungszeit gab es garantiert wieder irgendwo einen „Notfall“ wo ich einschreiten musste. Das kann ein fliegender Becher sein, ein Stolperchen, ein „Will auf den Arm“, eine volle Windel, Hunger… Was auch immer! Nägel lackieren ging nicht, wenn ich die Kinder um mich hatte. Me-Time Chancen gab es zwischen 5 Uhr morgens und 21 Uhr abends nicht!

Heute: Nägel werden grundsätzlich nur noch in Anwesenheit der Kinder lackiert, weil mein Töchterchen beim Zuschauen so viel Spaß dran hat. Und auch die Trocknungszeit vergeht ohne „Mama komm mal“. Grundsätzlich gibts mehr Slots für eine kurze Auszeit. Pilates am Abend, weil Papa beide Kinder ins Bett bringen kann oder sogar eine 30 minütige Mittagsruhe! Währenddessen schläft der Kleine und die Große knetet oder zieht ihre Puppe um. Ich kann es auch nicht glauben 🙂

Du siehst also – ES WIRD BESSER! Das stimmt!

Mehr über den Mamaalltag?

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Das 1. Jahr mit Baby

Nix geschafft

Zeitfenster im Mama Alltag

Mein erstes Jahr als Zweifachmama

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