Beitragsbild von Christo Anestev auf Pixabay

Warum die Coronakrise auch mal was Gutes haben kann. Besonders jetzt im Wochenbett !

Man kann sich auf vieles im Leben vorbereiten. Zum Beispiel habe ich mich intensiv auf unseren Umzug in Schwangerschaftswoche 38 vorbereitet:

Außerdem ich habe mich ausführlich mit der Vorbereitung auf das Wochenbett nach meiner Kaisergeburt auseinandergesetzt.

Aber man kann sich halt nicht auf ALLES vorbereiten.

Als ich Anfang März morgens um 5 Uhr in die Klinik fuhr kamen im Radio die News über den Corona Virus. Ein paar Menschen hatten sich bereits in Deutschland infiziert. Mein Mann und ich sagten noch ” Ach ja, die richtige Grippe ist viel ausgebreiteter”

Nach 5 Tagen verließ ich das Krankenhaus . Ich hatte 5 Tage keine Nachrichten gesehen . Plötzlich waren es um ein vielfaches mehr Infizierte. Die Medien berichteten über leere Supermärkte und Tote und fehlende Beatmungsgeräte.

Weitere 8 Tage verließ ich nicht das Haus und schwebte abwechselnd in meiner Babybubble und Sorge um uns und die Welt – aber nicht um fehlendes Klopapier 🙂

Mehr als 4 Wochen später sind 1,7 Mio Menschen weltweit infiziert und ca. 100.000 Menschen in Deutschland.

Sorge

Das Wort Pandemie fällt. Ich kenne es nur vom gleichnamigen Spiel *.

Was passiert da eigentlich gerade auf der Welt? Wohin führt uns das und wie wird es weiter gehen? Menschen sterben, das Virus beherrscht die ganze Welt. Wo gibt es eigentlich keine Ausgangsperre mehr?

Noch so kurz vor dem LockDown schaffen wir es mit unserem Neugeborenen ein Shooting bei einer Fotografin zu machen. Danach schließt quasi ALLES. Krass! Corona hat unseren Alltag verändert. Finanzielle Sorgen und Existenzängste plagen viele Menschen. Insolvenzen sind zum Teil unumgehbar. Die Börse kracht runter ( ich verweise an dieser Stelle an meinen Lieblingsfinanzblogger TIM SCHÄFER, der sich darüber freut) . Als nächstes können die Menschen vielleicht Miete oder Hausrate nicht mehr bezahlen? Es droht eine Rezession?

Das der geplante Urlaub am Gardasee für Juni 2020 storniert wurde, ist nur ein kleines lächerliches Ärgernis im Vergleich zu dem was da draußen passiert während ich auf der Couch zuhause mit dem Säugling, versuche das, Wochenenbett zu genießen.

Positiver Nebeneffekt

Unser Junge bekam seitdem fast gar keinen Besuch. Wir gehen mittlerweile einmal am Tag eine kleine Runde spazieren und halten uns brav Zuhause auf. Die große Schwester malt Regenbogen und färbt Ostereier. Morgens steht jeder auf wann es die Kinder erlauben 🙂 Es gibt keine Zeitvorgaben und keinen Terminstress.

Alles ist wunderbar entschleunigt!

Keine Massenbabybesichtigung, keine krampfhaften Überlegungen was man heute denn tolles mit den Kindern unternehmen sollte, viel Familienzeit, denn auch der Papa blieb nach seinem 3-wöchigen Babyurlaub weiter Zuhause im Homeoffice.

Im Garten steht eine Sandmuschel* für LittleOne und eine Sonnenliege für Mama und Papa. Babyjunge liegt schlafend im Nestchen* im Schatten.

Sowohl das Girokonto, Sparkonto als auch die private Zusatzversicherung konnten wir nun bequem von Zuhause aus eröffnen. Alles geht per Post. Ich muss das Haus nicht verlassen und habe keinen Stress .

Entschleunigung!

Ich habe super viel gekuschelt und konnte wirklich auf der Couch liegen bleiben. Nach ca. 3 Wochen fing ich wieder an normale Haushaltstätigkeiten aufzunehmen. Ich glaube ohne diese drastischen Einschränkungen von der Bundesregierung, hätte es mich oder uns bereits öfters rausgetrieben und ich hätte wieder viel zu früh viel zu viel gemacht. Den Fehler hatte ich bereits bei LittleOne gemacht. Zum Beispiel bin ich im Wochenbett verreist! völlig bescheuert!

Wir nutzen die neu entstandenen Lieferdienste – Bücher vom örtlichen Buchhändler, Fleisch vom Bauern, und wenn wir nicht kochen wollen kommt das Meyer Menü.

Als weiteren positiven Aspekt möchte ich DANKBARKEIT nennen.

Wir haben alles was wir brauchen. Unsere Einnahmen sind nicht vom Coronavirus bzw. LockDown betroffen. Sie fließen weiter.

Kurz vor der Geburt haben wir ein Reihenhaus mit Garten bezogen und genießen die Sonne auf der Südseite. Nur 14 Tage hatten wir Zeit zum renovieren und alles hat geklappt. Danach kam das zweite Kind. Und dann unerwarteterweise Corona.

In der 3 Zimmer Wohnung wäre es deutlich unbequemer geworden mit dem Zuhause bleiben.

Wir sind gesund ( noch- hoffentlich bleibt es so) und auch unseren Familien geht es gut.

Auch vom Homeschooling oder Betreuungsproblemen was die Vereinbarkeit von Job und Familie angeht bleiben wir verschont.

Ja das Virus und die Pandemie sind grausam und schrecklich. Aber darf man nicht auch etwas Positives aus einer Krise schöpfen?

Und sobald die Krise überstanden ist freuen wir uns auch wieder auf Spielplatzbesuche und stellen das Baby dann nicht nur virtuell ,sondern endlich auch real vor.

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